BDS Präsident Brauner im Interview beim Münchner Merkur
In einem Interview mit dem Münchner Merkur hat sich der neue BDS Präsident Ingolf F. Brauner ausführlich zur Situation im bayerischen Mittelstand sowie dem Thema Ausbildung geäußert. In diesem Zusammenhang fordert Brauner eine Mitgestaltungsmöglichkeit des Mittelstandes bei der Gestaltung der Lehrpläne, um eine praxisgerechtere schulische Ausbildung zu ermöglichen.
Rund 70% der Unternehmer sind mit der Qualität der Auszubildenden nicht zufrieden, eine Einschätzung, die Brauner aus eigener Erfahrung bestätigt. Dabei gehe es nicht ausschließlich um Grundfähigkeiten wie Rechnen, Lesen und Schreiben, sondern um soziale, fachliche und unternehmerische Kompetenzen. "Es geht um die Fähigkeit, zu verhandeln, Risiken einzuschätzen, Visionen zu entwickeln – solche Dinge fehlen in der Schule. Das muss sich ändern und der Wirtschaft, insbesondere dem Mittelstand, sollte hier eine Mitgestaltungsmöglichkeit bei einer Anpassung des Lehrplans eingeräumt werden", so Brauner.
Die allgemeine Situation des bayerischen Mittelstandes sieht Brauner vom Grundsatz her positiv. Dennoch sei die Lage was die Finanzierung der Unternehmen anbelangt nach wie vor ernst, auch wenn eine Kreditklemme in der oftmals beschriebenen Form derzeit aus Sicht des BDS nicht bestätigt werden könne: "Das liegt daran, dass 85 Prozent unserer Mitglieder von regionalen Banken betreut werden, da schaut es deutlich besser aus". Dennoch könne noch keine Entwarnung gegeben werden, da sich die Finanzierungssituation der Betriebe aufgrund der teilweise schlechten Bilanzen aus 2009 nochmals verschärfen könnte.
Das gesamte Interview lassen wir Ihnen nach eMail an michael.dirscherl@bds-bayern.de gerne zukommen.



