BDS diskutiert künftige Landespolitik mit MdL Markus Blume
"Wir müssen die vorhandenen Potentiale besser nutzen" – diese Erkenntnis zog sich wie ein roter Faden durch das fast zweistündige Gespräch von BDS-Präsident Ingolf F. Brauner, Hauptgeschäftsführer Markus Droth und dem CSU-Landtagsabgeordneten Markus Blume. Die wichtigsten Themenfelder des Treffens in der Münchner BDS-Hauptgeschäftsstelle waren die Bildungs- und Arbeitsmarktpolitik, der Bürokratieabbau, die bayerische Planungs- und Infrastrukturpolitik sowie die Trends künftiger Landespolitik.
Trotz der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise, die auch in die bayerische Wirtschaft eine Tiefe Schneise geschlagen hat, zeigt sich der Ausbildungs- und Arbeitsmarkt ausgesprochen stabil. Im zunehmenden Mangel an Fachkräften, der sich bereits am Ausbildungsmarkt zeigt, sieht Brauner eine große Gefahr für den bayerischen Mittelstand. Immer weniger ausbildungsfähigen Bewerbern steht ein ungebrochen hoher Personalbedarf der Wirtschaft gegenüber. Brauner: "Familienfreundliche und damit flexible Arbeitswelten, ein auf eine zweite Chance ausgerichtetes Insolvenzrecht sowie eine berufsorientierte Bildungspolitik rücken damit in den Fokus erfolgreicher Mittelstandspolitik. Lehrer müssen selbst Betriebspraktika machen, Unternehmer müssen in die Schulen. Die Qualität des Lernens muss sich kontinuierlich verbessern."
Damit die mittelständische Wirtschaft auch weiterhin der Motor Bayerns ist, benötigt sie eine moderne Infrastruktur. Mit Blick auf die optimale Anbindung des ländlichen Raums an die globalen Datennetze forderte Blume mehr "Bits als Beton" – Brauner sprach in diese Zusammenhang von "Breitband- statt Brennpunktfamilien". Auch zeigte sich Blume davon überzeugt, dass sich durch eine intelligente Deregulierung Kosten sparen und Wachstumskräfte beflügeln lassen. Droth, selbst Kommunalpolitiker, gab allerdings zu bedenken, dass landesweite Deregulierung nicht zu mehr Bürokratie in den Städten und Gemeinden führen darf. So plädierte er weiterhin für bayernweit einheitliche Vorgaben bei der Landesentwicklung.



