Direktversicherung – wie Arbeitgeber und Arbeitnehmer gemeinsam profitieren

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Den meisten Arbeitnehmern ist klar: die gesetzliche Rente reicht nicht mehr, um den bisherigen Lebensstandard beizubehalten. Eigenvorsorge ist daher wichtiger, denn je.

Und die betriebliche Altersversorgung ist eine sehr einfache, staatlich geförderte und kostengünstige Möglichkeit, für den Lebensabend vorzusorgen: Seit 2002 haben Arbeitnehmer das Recht, einen Teil ihres Bruttogehaltes in eine Betriebsrente einzubringen.

Geschieht dies beispielsweise über eine Direktversicherung, sparen Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Die Arbeitnehmer können derzeit jährlich bis zu vier Prozent der Beitragsbemessungsgrenze (2016: 2.976 Euro) aus ihren Bezügen steuer- und sozialabgabenfrei in eine betriebliche Altersversorgung einzahlen. Dieser Höchstbetrag kann noch um einen weiteren steuerfreien Festbetrag von 1.800 Euro aufgestockt werden.

Der Arbeitnehmer spart also Steuern (Lohnsteuer, Kirchensteuer und Solidaritätszuschlag), die er sonst auf seinen Lohn bzw. Gehaltsteil zahlen müsste. Erst im Ruhestand muss er dann Steuern für diesen Teil seines Einkommens zahlen. Dann haben aber viele Rentner einen geringeren Steuersatz und zahlen damit weniger an den Fiskus. Auf die umgewandelten Bezüge müssen weder vom Arbeitnehmer noch vom Arbeitgeber Sozialversicherungsbeiträge gezahlt werden. Dadurch erhält der Arbeitnehmer aus den gesetzlichen Sozialsystemen etwas geringere Leistungen. Die Betriebsrente selbst unterliegt der Sozialversicherungspflicht, sofern der Rentner nicht privatversichert ist. Der Arbeitgeber profitiert zudem noch durch einen geringen Verwaltungsaufwand, denn der Versicherer kümmert sich um den Vertrag.

Ein Beispiel: Ein Arbeitnehmer zahlt monatlich 100 Euro für eine Direktversicherung. Er spart circa 20 Euro an Sozialversicherungsbeiträgen sowie rund 30 Euro an Steuern bei einem unterstellten Steuersatz von 30 Prozent. Der tatsächliche Aufwand des Arbeitnehmers beträgt nur 50 Euro. Zudem spart auch der Arbeitgeber 20 Euro monatlich an Sozialversicherungsbeiträgen für diesen Arbeitnehmer.

Die Direktversicherung kann individuell ausgestaltet werden, indem beispielsweise eine Berufsunfähigkeits- oder Hinterbliebenenvorsorge eingeschlossen wird. Wechselt man den Arbeitgeber, kann der Vertrag einfach und unkompliziert mitgenommen werden. Außerdem wird die Direktversicherung in der Ansparphase bei Arbeitslosigkeit nicht auf das Arbeitslosengeld II angerechnet und ist damit bei der Entgeltumwandlung Harz-IV-sicher.

Häufig zahlt der Arbeitgeber sogar in den Vertrag des Arbeitnehmers aus eigenen Mitteln etwas ein.