Mittelstand gegen höhere Krankenkassenbeiträge

Mittelstand gegen höhere Krankenkassenbeiträge

BDS Bayern Präsident Marco Altinger fordert den Abbau von Rücklagen statt einer Erhöhung des Zusatzbeitrags.

„Krankenkassen sind keine Bausparverträge“, stellt Mittelstandspräsident Marco Altinger klar. Eigentlich sollten die Ausgaben von Krankenkassen nur durch laufende Beitragszahlungen finanziert werden. Bei der Techniker Krankenkasse gibt es allerdings so viele Einnahmen, dass sich bereits Rücklagen gebildet haben. Wer jetzt erwartet, dass die angesparten Gelder der Beitragszahler genutzt werden, um die Beiträge niedrig und das Leistungsangebot hoch zu halten, wird vom heutigen Verwaltungsratsbeschluss der Krankenkasse enttäuscht.

Darf’s noch ein bisschen mehr sein? Ja, entschied der Verwaltungsrat und erhöhte den Zusatzbeitrag für das kommende Jahr um 0,2 Prozent. „Die Beitragserhöhung ist nicht gerechtfertigt“, folgert daher Marco Altinger, Präsident des BDS Bayern – Deutscher Gewerbeverband e.V.

Auch wenn der erhöhte Zusatzbeitrag zunächst voll von den Arbeitnehmern bezahlt werden muss, verdeutlicht der Unternehmer Altinger: „Niemand arbeitet mit dem Ziel, dass sich die Krankenkasse ein Speckpolster zulegt!“ Der heutige Beschluss sollte daher schnellstmöglich korrigiert werden, um Beitragszahler nicht mehr unnötig zu belasten.

Um Kosten zu senken, schlägt Mittelstandspräsident Altinger zudem ein zusätzliches Prämienmodell vor: „Wer wegen jedem Schnupfen gleich zum Arzt gehen muss, sollte auch entsprechend Mehrbeiträge zahlen, während andere, die weniger zum Arzt gehen entsprechend entlastet werden. Natürlich gilt dies nicht für Chronisch- oder Schwerkranke“, stellt der Präsident klar.