{"id":654,"date":"2022-04-08T15:14:52","date_gmt":"2022-04-08T13:14:52","guid":{"rendered":"https:\/\/www.bds-bayern.de\/hohenbrunn-riemerling\/gemeinsamer-offener-brief-unsere-position-zum-entlastungspaket\/"},"modified":"2022-04-08T15:14:52","modified_gmt":"2022-04-08T13:14:52","slug":"gemeinsamer-offener-brief-unsere-position-zum-entlastungspaket","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.bds-bayern.de\/hohenbrunn-riemerling\/gemeinsamer-offener-brief-unsere-position-zum-entlastungspaket\/","title":{"rendered":"Gemeinsamer offener Brief \u2013 Unsere Position zum Entlastungspaket"},"content":{"rendered":"<div class=\"wpb-content-wrapper\"><p>[vc_row][vc_column][vc_column_text]<strong>Gemeinsamer offener Brief \u2013 Unsere Position zum Entlastungspaket<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Sehr geehrter Herr Minister Lindner,<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>das am 24. M\u00e4rz 2022 auf den Weg gebrachte Entlastungspaket scheint auf den ersten Blick eine gute und richtige Ma\u00dfnahme zu sein, um die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger in der aktuellen Lage kurzfristig zu entlasten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wir haben genauer hingeschaut und stellen fest, dass die Unternehmen die staatlichen Aufgaben umsetzen m\u00fcssen bzw. den b\u00fcrokratischen Aufwand zu tragen haben. Das steht im Widerspruch zu Ihrer Aussage, die Unternehmen nicht mit weiteren Aufgaben zu belasten. Wurden doch bereits bei den Corona-Verordnungen wie die 3G-Regelung am Arbeitsplatz den Unternehmen staatliche Aufgaben \u00fcbertragen ohne Ber\u00fccksichtigung auf die schon bestehenden Belastungen durch Corona.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Nun soll die Energiepreispauschale in H\u00f6he von 300 Euro f\u00fcr alle einkommenssteuerpflichtigen Erwerbst\u00e4tigen \u00fcber die Lohnabrechnung ausgezahlt werden. D.h. sie unterliegt somit der Einkommenssteuer, wodurch ein Teil des Geldes wieder an den Staat zur\u00fcckflie\u00dft. Unklar ist in diesem Zusammenhang, wie die Arbeitgeberanteile an den Sozialversicherungsbeitr\u00e4gen abgerechnet werden bzw. wer diese \u00fcbernimmt. Dar\u00fcber hinaus ist auch noch nicht gekl\u00e4rt, wie die Umsetzung \u00fcberhaupt erfolgen soll und die Arbeitgeber das Geld erhalten werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wir, der Bund der Selbst\u00e4ndigen Baden-W\u00fcrttemberg und der Bund der Selbst\u00e4ndigen Bayern vertreten gemeinschaftlich \u00fcber 25.000 Unternehmerinnen und Unternehmer des Mittelstands. Die kleinen und mittelst\u00e4ndischen Betriebe werden vor immer gr\u00f6\u00dfere b\u00fcrokratische Herausforderungen gestellt. Seit der Corona-Pandemie sollen nun noch zus\u00e4tzlich staatliche Aufgaben durch diese erledigt werden, da es so scheint, dass die staatliche Verwaltung dazu nicht in der Lage ist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Daher die Fragen an Sie: Warum unterliegt die Energiepreispauschale der Einkommenssteuer bzw. den Sozialversicherungsabgaben? F\u00fcr den Arbeitnehmer bleiben von den angepriesenen 300 Euro lediglich ein Nettobetrag zwischen 150 und 200 Euro. Und warum wird die Energiepreispauschale nicht direkt \u00fcber das Finanzamt ausgezahlt? Den b\u00fcrokratischen Aufwand haben die Unternehmen zu tragen, die zudem von diesem Entlastungspaket keine gezielte Unterst\u00fctzung erhalten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Im Gegenteil: Gerade Unternehmen bed\u00fcrfen der gezielten Entlastung. Die beschlossene Senkung der Kraftstoffsteuer mit einer Begrenzung auf drei Monate ist f\u00fcr die Unternehmen ein Tropfen auf den hei\u00dfen Stein. Zumal gerade der Fahrzeuge vieler Unternehmen in der Regel mit Diesel betrieben werden \u2013 mit dem derzeit teuersten Treibstoff. Warum diese nun geringer entsch\u00e4digt werden sollen als Benzin ist nicht schl\u00fcssig. Es wird wieder einmal Politik auf dem R\u00fccken der Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber gemacht!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Unsere Forderungen:<\/p>\n<ul>\n<li>Eine Entlastung, die auch bei unseren Unternehmen ankommt wie:\n<ul>\n<li>die Ausweitung des KuG aufgrund der Ukrainekrise<\/li>\n<li>die Senkung der Kraftstoffsteuer f\u00fcr einen l\u00e4ngeren Zeitraum und auf alle Kraftstoffarten in derselben H\u00f6he<\/li>\n<li>die Ausweitung der Energiepreissenkung auf fossile Energietr\u00e4ger<\/li>\n<li>F\u00f6rderprogramme und Zusch\u00fcsse f\u00fcr Energiekosten von Unternehmen<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li>Eine kurzfristige Entlastung und ein langfristiges Umdenken bez\u00fcglich der Energieversorgung, die die Energiepreise auf ein europ\u00e4isches Maximalniveau absenken.<\/li>\n<li>Eine gezielte Entlastung von kleinen und mittelst\u00e4ndischen Unternehmen, die mit den hohen Energie- und Benzinkosten zu k\u00e4mpfen haben<\/li>\n<li>Eine schnelle Kl\u00e4rung der offenen Fragen zur Energiepreispauschale und der Auszahlung \u00fcber die Arbeitgeber<\/li>\n<li>Staatliche Aufgaben d\u00fcrfen nicht weiter auf die Unternehmen abgew\u00e4lzt werden.<\/li>\n<li>Eine echte Entlastung f\u00fcr Selbst\u00e4ndige<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In der aktuellen Lage m\u00fcssen gerade kleine und mittelst\u00e4ndische Unternehmen unterst\u00fctzt werden und insbesondere die b\u00fcrokratischen Aufgaben, welche in Coronazeiten schon stark angestiegen sind, m\u00fcssen minimiert werden. Die aktuellen Pl\u00e4ne zur Energiepreispauschale bedeuten genau das Gegenteil: Durch die Auszahlung \u00fcber die Lohnabrechnung steigt der b\u00fcrokratische Aufwand f\u00fcr jede Gehaltsabrechnung. Sind doch f\u00fcr jeden einzelnen Arbeitnehmenden Vorbereitungen und Umstellungen vorzunehmen. Ebenso sind die Fragen zum Arbeitgeberanteil der Sozialversicherungsbeitr\u00e4ge und zur R\u00fcckzahlung der Auslagen an die Unternehmen ungekl\u00e4rt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Sehr geehrter Herr Minister Lindner, wir bitten Sie im Namen unserer Mitglieder und der vielen Selbst\u00e4ndigen und kleinen, mittelst\u00e4ndischen Unternehmen um gezielte, schnelle und nachhaltige Entlastungen, die die negativen Konjunkturfolgen und die hohen Preise abfedern.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wir danken Ihnen sehr f\u00fcr Ihr offenes Ohr und stehen auch f\u00fcr ein Gespr\u00e4ch gerne zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Mit freundlichen Gr\u00fc\u00dfen<\/p>\n<p>Bund der Selbst\u00e4ndigen Baden-W\u00fcrttemberg e.V.\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Bund der Selbst\u00e4ndigen Bayern e.V.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Bettina Schmauder\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Jan Dietz \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Gabriele Sehorz<\/p>\n<p>Pr\u00e4sidentin\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Pr\u00e4sident\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 Pr\u00e4sidentin[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row]<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[vc_row][vc_column][vc_column_text]Gemeinsamer offener Brief \u2013 Unsere Position zum Entlastungspaket &nbsp; Sehr geehrter Herr Minister Lindner, &nbsp; das am 24. 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