Künftige Staatsregierung muss Mittelstand in den Fokus rücken!

Künftige Staatsregierung muss Mittelstand in den Fokus rücken!

BDS Bayern fordert schnelle Regierungsbildung

München – „Es darf jetzt zu keiner langen Hängepartie kommen, wie dies nach der Bundestagswahl zu beobachten war. Wir erwarten noch in dieser Woche erste Ergebnisse zur künftigen Regierungsbildung! Es gilt für die neue Staatsregierung, die gute wirtschaftliche Lage Bayerns zu erhalten und weiter auszubauen. Dabei ist für uns klar: Der Mittelstand, als starker Stabilitätsanker, muss noch deutlich im Fokus stehen. Besonders dürfen hier die Einzel- und Kleinunternehmen nicht vergessen werden!“, so das erste Statement der Präsidentin des Bund der Selbständigen – Gewerbeverband Bayern e. V., Gabriele Sehorz.

Weiter führt Sehorz aus, was jetzt von der neuen Staatsregierung erwartet wird: „Die Unternehmerwelt ist im stetigen Wandel, die Digitalisierung muss endlich mit einem flächendeckenden Glasfaserausbau vorangetrieben werden. Und das nicht nur bis in den Verteilerkasten!“

Aber auch dem Fachkräftemangel muss wirkungsvoll entgegengetreten werden. „Viele Arbeitsplätze unserer Mitgliedsunternehmen sind unbesetzt! Das schädigt unsere bayerische Wirtschaft in immenser Weise.“ Sehorz spricht sich auch für flexiblere Entscheidungen bei der Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt aus: „Wenn ein Flüchtling im Unternehmen eine Ausbildung erfolgreich durchschreitet, dann braucht das Unternehmen auch die Sicherheit, dass dieser als Geselle weiter im Betrieb bleiben kann. Dem BDS sind leider einige Fälle bekannt, bei denen nach der Ausbildung die Abschiebung droht!“

Eines der größten Übel für die Zukunftsfähigkeit des bayerischen Mittelstands ist die überquellende Bürokratie. „Es geht einfach nicht, dass ein Gastronom oder Handwerksmeister mehr mit dem Ausfüllen von Formularen beschäftigt ist als mit seiner eigentlichen Arbeit! Das ist wirtschaftsfeindlich!“, so die BDS Präsidentin. Der Unternehmerverband fordert deshalb die künftige Staatsregierung dazu auf, die „Bürokratie-Hydra“ wirksam zu bekämpfen. Weiter wird gefordert, dass in jedem Bayerischen Staatsministerium ein „Bürokratieabbau-Beauftragter“, als Bindeglied zur freien Wirtschaft, ernannt werden muss. Dieser soll in den jeweiligen Ministerien überzogenen Bürokratie feststellen und gemeinsam mit den Unternehmen und Wirtschaftsverbänden Lösungsansätze zur Reduktion der Bürokratie liefern. Der BDS Bayern wird mit seinen rund 15.000 Mitgliedsunternehmen hier jederzeit bereitwillig beratend zur Seite stehen.