Entlastungsprämie: Unternehmer dürfen nicht nur die Zeche zahlen

Der BDS Bayern erneuert seine scharfe Kritik an der geplanten Entlastungsprämie 2026 und fordert, dass für Inhaber und Selbstständige eine steuerfreie Komponente geschaffen wird München – Für den Bund der Selbstständigen – Gewerbeverband Bayern e.V. bleibt die Entlastungsprämie konzeptionell fragwürdig. Besonders die drohende Ungleichbehandlung stößt dabei auf Widerstand: Während Arbeitnehmer profitieren, bleiben die Unternehmer – wie schon bei der Diskussion um die Aktivrente – außen vor. Sie sollen die Kosten tragen, ohne selbst eine Entlastung zu erfahren. Der BDS Bayern stellt klar: Sollte die Politik an diesem Instrument festhalten, darf dies nicht erneut zu einer einseitigen Belastung der Selbstständigen führen.

Michael Forster, Hauptgeschäftsführer des BDS Bayern, betont: „Wir haben die Entlastungsprämie bereits scharf kritisiert, und dabei bleibt es auch. Aber wenn die Politik an diesem Weg festhält, dürfen nicht schon wieder die Unternehmer die Zeche zahlen, ohne selbst einen Anreiz dafür zu haben. Wir brauchen einen echten Schulterschluss statt sozialromantischer Ungerechtigkeit. Ein Modell, bei dem die einen nur zahlen und die anderen nur bekommen, ist unausgewogen. Wer seine Mitarbeiter unterstützt, muss auch selbst von dieser Entlastung profitieren dürfen.“

Der BDS Bayern fordert deshalb, dass bei einer Umsetzung der Prämie auch für Inhaber und Selbstständige eine steuerfreie Komponente geschaffen wird, um die Gerechtigkeitslücke zu schließen. Oder anders: Wo ist die Entlastungsprämie für Selbständige?

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